14 Dortmunder Schulen erhalten Geld zur Berufseinstiegsbegleitung aus ESF-Bundesprogramm

„Jugendliche und junge Erwachsene, denen es schwer fällt, den Schulabschluss zu erlangen und die damit Gefahr laufen, den erfolgreichen Berufsstart zu verpassen, brauchen besondere Unterstützung“, ist der Dortmunder CDU-Bundestagsabgeordnete Steffen Kanitz überzeugt. An diese jungen Menschen richtet sich die Berufseinstiegsbegleitung, die Hilfe und Unterstützung beim Erreichen des Schulabschlusses, bei der Berufswahl sowie bei der Aufnahme einer Berufsausbildung gibt.

Sie soll an ausgewählten allgemeinbildenden Schulen, die zum Förder-, Haupt- oder gleichwertigen Schulabschluss führen, ermöglicht werden. Ziel ist es, keinen Jugendlichen auf dem Weg zu einem Schulabschluss und einer Berufsausbildung zurückzulassen.

„Ganz besonders wichtig ist mir und darüber freue ich mich sehr, dass auch Schulen in Dortmund ausgewählt wurden und bereits ab Mitte März Mittel aus diesem Programm erhalten können“, so Steffen Kanitz. Es handelt sich um 14 Dortmunder Schulen, darunter u.a. die Anne-Frank-Schule, die Schule am Hafen, die Gesamtschule Scharnhorst, die Hauptschulen Wickede und Am Externberg, die Martin-Buber-Schule und die Städt. Gem. Hauptschule Scharnhorst.

Die Berufseinstiegsbegleitung ist ein Instrument zur Integration von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt. Diese Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit ist zur Hälfte von einem Dritten mitzufinanzieren. „Hier sind in erster Linie die Länder gefordert, da es sich um Maßnahmen am Übergang von der Schule zur beruflichen Ausbildung handelt und hier eine gemeinsame Verantwortung von Ländern und der Bundesagentur für Arbeit besteht“, so der Appell von Kanitz.

Da die Länder die Kofinanzierung nicht erbringen konnten, ist es jetzt gelungen, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) die Finanzierung bis zum Schuljahr 2018/2019 zu sichern. Insgesamt stehen rund 1 Milliarde Euro zur Verfügung, jeweils 530 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie aus dem Eingliederungstitel der Bundesagentur für Arbeit.

Zukunft der Mehrgenerationenhäuser: Die von der CDU geschaffenen Strukturen müssen erhalten bleiben

Steffen Kanitz MdB: „Die Mehrgenerationenhäuser gehen auf das Engagement der CDU zurück, die mit den bisherigen Aktionsprogrammen die Grundlagen für die erfolgreiche Arbeit in den Kommunen geschaffen haben. Neben dem Anlaufpunkt als Begegnungsstätte wird in den Mehrgenerationenhäusern ein breites Spektrum an Aufgaben bearbeitet, von denen Dortmund und die Dortmunderinnen und Dortmunder profitieren.

Unser Ziel ist es, die von der der CDU geschaffenen Strukturen auch in diesem Jahr zu erhalten. Ich freue mich, dass die Bundesfamilienministerin dieses Ziel und die von uns erarbeitete Idee der Mehrgenerationenhäuser tatkräftig unterstützt.“

 

Familienministerium muss Rahmenbedingungen erfüllen

und gefordertes tragfähiges Konzept vorlegen

 Claudia Middendorf MdL ergänzt: „Die Fortführung der Bundesförderung in 2015 ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich begrüße es ausdrücklich, dass der Bund bereit ist, die von der CDU initiierten Mehrgenerationenhäuser unter bestimmten Voraussetzungen dauerhaft zu fördern. Dies ist ein wichtiges Signal für uns in Dortmund und die Betreiber der beiden Dortmunder Mehrgenerationenhäuser, – das „B 3 (Begegnung, Beratung, Begleitung)“ in Trägerschaft des „Sozialdienstes Katholischer Frauen Dortmund Hörde e.V.“ und das „Mütterzentrum Dortmund e. V.“.“

Kanitz: „Das Bundesfamilienministerium ist deshalb jetzt gefordert, schnellstmöglich ein tragfähiges Konzept vorzulegen, damit das Signal und die guten Aussichten tatsächlich in einer Planungssicherheit münden. Damit verbunden muss eine klare Ausrichtung sein, was in den Mehrgenerationenhäusern geleistet und angeboten werden muss.“

 

Auch die Landesregierung muss die Kommunen

in ihrer Mehrgenerationenarbeit stärken

 „Wichtig ist dabei, dass auch die Länder in die Pflicht genommen und ihrer Verantwortung gerecht werden. Wenn aber keine finanzielle Unterstützung aus dem Düsseldorfer Landeshaushalt zu erwarten ist, sollte die Landesregierung zumindest die Kommunen organisatorisch unterstützen, die Mehrgenerationenarbeit ohne Bundesförderung stärken und durch Umstrukturierung im Bereich sozialer Aufgaben eine zentrale Anlaufstelle schaffen. Zudem sollten Ausgaben für die Mehrgenerationenarbeit auch dann ermöglicht und zugelassen werden, wenn der Kommunalhaushalt nicht ausgeglichen ist und von einem Haushaltssicherungskonzept begleitet wird. An der finanziellen Lage einer Kommune darf die Mehrgenerationenarbeit nicht scheitern. Andernfalls können unsere beiden Dortmunder Mehrgenerationenhäuser ihr Angebot nicht weiterentwickeln und auch nicht der Ankerpunkt des sozialen Miteinanders und der Teilhabe vor Ort bleiben, der sie bereits heute für viele Dortmunderinnen und Dortmunder sind.“