Medienkompetenztag am Mallinckrodt-Gymnasium, Dortmund unter Schirmherrschaft von Steffen Kanitz (CDU)

Am 17. November veranstaltete das Mallinckrodt-Gymnasium Dortmund einen Medienkompetenztag. Die Veranstaltung geht auf die Vermittlung von Steffen Kanitz zurück, Bundestagsabgeordneter und Schirmherr für die Initiative „erlebe IT“.

Kanitz: „Moderne Informationsmedien durchdringen immer stärker unseren Alltag. Das intelligente Haus, das erkennt wann ich Heim komme und automatisch die Heizung hochfährt, der Türöffner mit Fingerabdrucksensor, all das gibt es heute schon. In 5 bis 10  Jahren benötigen Autos zur Steuerung wahrscheinlich keinen Menschen als Fahrer mehr. Entsprechende Ansätze gibt es bereits heute! Umfassende, fundierte Kenntnisse im Umgang mit IT gewinnen daher immer mehr an Bedeutung. Deshalb ist es so wichtig, unsere Kinder frühzeitig damit vertraut zu machen und ihnen den verantwortungsbewussten Umgang damit zu vermitteln. Das funktioniert am besten, wenn alle verantwortlichen Akteure: Politik, Wirtschaft, Schulen, aber auch Eltern an einem Strang ziehen. Dass heute alle Akteure zusammenkommen, um Medienkompetenz zu diskutieren, begrüße ich sehr. Als Familienvater liegt mir das Thema auch persönlich am Herzen und ich freue mich, als Schirmherr der Veranstaltung heute dabei zu sein.“

Christian Weisshaupt, Schulleiter des Mallinckrodt Gymnasiums, eröffnete am Vormittag die Veranstaltung. Anwesend waren gut 350 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9. „Das Thema Medienkompetenz ist uns an unserer Schule besonders wichtig! Deshalb investieren wir immer wieder Unterrichtszeit, um Euch mit den aktuellsten Trends und Informationen zu versorgen“ begann Weisshaupt die Begrüßung der Schüler. Auf seine Frage, wer alles ein Handy oder Smartphone besitzt und WhatsApp nutzt, gehen alle Hände sofort nach oben. Ähnlich auf die Fragen, wer YouTube, Instagram oder SnapChat verwendet. „Seht ihr“, so Weisshaupt weiter, „deshalb ist es so wichtig jetzt gut aufzupassen. Heute geht es nicht primär um die Bedienung dieser Portale, sondern viel mehr in welchem rechtlichen Rahmen man sich bewegt, wenn man diese Anwendungen nutzt“.

Neben der Informationsveranstaltung für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 fand am Nachmittag noch eine Gesprächsrunde mit den bereits an der Schule etablierten Medienscouts statt. Entwickelt wurden Konzepte, über welche Veranstaltungsformate die speziell geschulten Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 bis 11 ihr Medienkompetenzwissen an die Schüler in den 5ten und 6ten Klassen weitergeben sollen.

Den Abschuss des Medienkompetenztags am Mallinckrodt-Gymnasium bildete am Abend eine Informationsveranstaltung für Eltern. Unterstützt durch einen ehrenamtliche IT-Scout der Nachwuchsinitiative „erlebe IT“ aus der lokalen Wirtschaft wurde speziell das Verhalten von Jugendlichen bei der Nutzung sozialer Netzwerke erörtert. Dabei kamen sowohl die enormen Chancen der Digitalisierung für den Industriestandort zum Ausdruck – etwa wenn es um das Thema 4.0 der „Big Data“ geht – als auch die damit einhergehenden Risiken. Daher ist ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Angeboten wichtiger denn je.

Die Referenten der Veranstaltung waren sich einig: Medienkompetenz sollte schon im Vorschulalter vermittelt werden. Dabei sind besonders die Eltern gefragt, die mit ihren Kindern klare „Spielregeln“ vereinbaren sollten. Andererseits müssen sich auch die Schulen durch Anpassung ihrer Lehrpläne und ergänzende Informationsveranstaltungen mit Schülern und Eltern auf das digitale Zeitalter einstellen.

Um das Thema Medienkompetenz noch breiter zu diskutieren, ruft Steffen Kanitz weitere Schulen dazu auf, bei Interesse an einer ähnlichen Veranstaltung sein Büro in Berlin oder Dortmund zu kontaktieren.

Mehr Informationen zur Initiative „erlebe IT“ finden Sie unter:

https://www.erlebe-it.de/

 

 

Einigung bei der Flexi-Rente: „Arbeiten im Alter wird attraktiver“

Steffen Kanitz, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Ruhr, erklärt:

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) im Ruhrgebiet begrüßt die Einigung der Großen Koalition zur Flexi-Rente. MIT-Ruhr-Chef Steffen Kanitz: „Arbeiten im Alter wird durch die Neuregelung attraktiver für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Dies ist ein wichtiges Signal, dass der Beginn des Rentenbezugs nicht das Ende des Arbeitslebens bedeuten muss.“

Mit der Einigung setzt die Koalition die MIT-Forderung nach Abschaffung der Arbeitslosenbeiträge für beschäftigte Rentner um. Kanitz: „Damit wird diese Strafabgabe für ältere Arbeitnehmer abgeschafft, die gar keinen Sinn ergibt.“ Als Rentner konnten die Betroffenen gar nicht mehr arbeitslos werden und trotzdem mussten die Arbeitgeber für sie Abgaben in die Arbeitslosenversicherung zahlen. Steffen Kanitz: „Wir werden damit den Anreiz erhöhen, dass diejenigen, die im Alter noch arbeiten können und arbeiten wollen, von ihren Arbeitgebern weiter beschäftigt werden.“

Bereits seit Juli 2014 gelten die arbeitsrechtlichen Erleichterungen der Flexi-Rente, die auf Initiative der MIT eingeführt worden waren. Danach können ältere Beschäftigte über das Renteneintrittsalter hinaus befristet weiter beschäftigt werden mit mehrfachen Verlängerungen. Für die MIT ist die Flexi-Rente das Gegenmodell zur Rente mit 63. MIT-Ruhr-Chef Kanitz: „Wir wollen den Mentalitätswandel: Arbeit im Alter muss keine Bürde sein, sondern bedeutet Teilhabe, Sinnstiftung und persönliche Kontakte.“

Die MIT fordert deshalb unter anderem nicht mehr von „Renteneintrittsalter“ zu sprechen, sondern von „Rentenbezugsalter“. Wenn man die Rentenversicherungsleistungen bekommt, heißt das nicht, dass man „nur Rentner“ ist, sondern man soll weiter arbeiten können. Auch will die MIT auf ihrem bevorstehenden Bundesmittelstandstag beschließen, die starren Pensionsgrenzen im Beamtenrecht, die bei Bund und Ländern unterschiedlich geregelt sind, zu lockern. MIT-Ruhr-Chef Kanitz: „Gerade jetzt bei der Flüchtlingskrise wären wir froh, wenn bei uns im Ruhrgebiet Beamte weiter mithelfen können, statt im starren Pensionsalter in den Zwangsruhestand geschickt zu werden.“

 

Für die Beibehaltung der geltenden Rechtslage zur Sterbehilfe: Ja zum Schutz des Lebens und Nein zur Strafrechtsverschärfung für unsere Ärzte

 

Angesichts der morgen stattfindenden Abstimmung über die Frage, wie wir rechtlich mit dem Thema Suizidbeihilfe umgehen, erklärt der Dortmunder CDU-Bundestagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Steffen Kanitz:

Ich setze mich dafür ein, dass sich schwerstkranke Menschen in unserer Gesellschaft aufgehoben fühlen. Der Tod gehört zum Leben dazu, daher darf niemand das Gefühl haben, anderen zur Last zu fallen.

Die Leiden von schwerstkranken Patienten sollten mit allen Mitteln der Palliativmedizin gelindert werden. Daher ist der heute im Bundestag beschlossene Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung ein erster wichtiger Schritt. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, denn es gibt in Deutschland noch längst nicht genügend Hospizplätze für Schwerstkranke und Sterbende. Die beteiligten Ärzte, Seelsorger und Ehrenamtlichen leisten schon heute einen unschätzbar wichtigen Dienst am Nächsten und verdienen deutlich mehr Unterstützung.

Die Frage, welches Leiden für den Einzelnen noch erträglich ist oder wo das Leben zur Qual wird, kann nur aus Sicht des Betroffenen beantwortet werden. Die Medizin ist heute so weit, dass sie einem Großteil der Betroffenen durch die Anwendung einer individuell abgestimmten Schmerztherapie wirksam helfen kann. Die Aussicht auf wirksame Schmerzlinderung gibt Schwerstkranken und Sterbenden Kraft für das Leben zu kämpfen und nicht frühzeitig aufzugeben. Diese Hoffnung dürfen wir den Betroffenen nicht nehmen.

Es gibt aber heute schon Fälle, in denen diese Therapie nicht wirkt oder das Leben in den letzten Tagen und Stunden zur unerträglichen Last wird. In diesen Fällen entscheiden verantwortungsvolle Ärzte gemeinsam mit den Angehörigen, ob der Einsatz von lebensverlängernden Maßnahmen im Sinne des Patienten ist oder ob darauf verzichtet werden sollte.

Ich möchte die ärztliche Gewissensentscheidung erhalten, ohne Sonderrechte oder besondere Strafbarkeitsrisiken für Ärzte zu etablieren. Gerade diejenigen Ärzte, die eine Vielzahl todkranker Menschen in der letzten Lebensphase begleiten – insbesondere Palliativmediziner und Onkologen – dürfen nicht der Gefahr staatsanwaltlicher Ermittlungen ausgesetzt werden. Ihre Arbeit bedarf der Rechtssicherheit, denn Palliativmediziner und Onkologen arbeiten für das Leben. Staatsanwälte gehören an kein Sterbebett.

Es darf in der aktuellen Diskussion auch nicht unerwähnt bleiben, dass die allermeisten Menschen, die den ursprünglichen Wunsch nach Suizidassistenz geäußert haben, diesen letztendlich nicht in Anspruch genommen haben. Ein Missbrauchsrisiko ist bereits heute nahezu ausgeschlossen, denn die geltende Rechtslage reicht aus, um Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.

Es muss selbstverständlich bleiben, dass ein Leben nicht deshalb beendet werden darf, weil das für den Sterbenden und die Angehörigen die leichteste Lösung wäre. Die Suizidhilfe ist keine gleichberechtigte Option unter mehreren Möglichkeiten, sondern muss das letzte Mittel bleiben.

Mit der Beibehaltung der gültigen Rechtslage werden wir diesem Anspruch am ehesten gerecht. Daher lehne ich alle vorliegenden Gesetzesentwürfe ab.